Weltreisetag 365.

Vor einem Jahr machten wir uns gemeinsam, als Familie auf den Weg die Welt zu erkunden. Mit dem Hintergrund den Stecker zu ziehen und aus unserer festgefahrenen Routine auszubrechen, wollten wir neue Wege gehen und Zeit für die Familie finden.

Zeit mit der Familie und Zeit zum Entschleunigen. Neue Wege Gehen und über den Tellerrand hinausschauen. Um festzustellen, dass die Erde keine langweilige Scheibe ist, die sich eintönig dreht, sondern eine Kugel, auf der es viel zu entdecken gibt!

Es ist Dezember 2017. Nun trennen uns noch etwa 20 Stunden von zu Hause. Von Auckland geht es über Los Angeles und London nach Hamburg.

Weltreisetag 367.

Nach 367 Tagen haben wir erstmals wieder deutschen Boden unter den Füßen. Die Aufregung ist uns förmlich ins Gesicht geschrieben. Wir kommen wieder nach Hause. Können wir das eigentlich noch so nennen? Eigentlich nicht, denn für uns stand nach drei Monaten Weltreise schon fest, dass unsere Rückkehr zu Weihnachten kein „nach- Hause- kommen“ sein wird. Wir sind nur zu Besuch und machen Heimaturlaub, denn den Winter 2018/ 2019 verbringen wieder auf Koh Phangan, in unseren geliebten Flip Flops.

Nach einem Jahr sehen wir erstmals all unsere Familie und Freunde wieder. Ein Wiedersehen voller unfassbarer Aufregung, Emotionen und Freudentränen. Wir sind seit über 20 Stunden wach, aber das gerät in den Hintergrund. Zu groß ist die Freude auf allen Seiten. Vor allem die Kinder haben Oma und Opa vermisst und schließen sie beherzt in die Arme. Minutenlange Umarmungs-Zeremonien drücken die Verbundenheit aus.

Es tut wahnsinnig gut, so herzlich in Empfang genommen zu werden. Dafür schätzen wir unsere Familie und Freunde sehr. Wir schauen in strahlende Gesichter.

 

Weihnachtsstimmung bei der Familie

Nachdem wir 2016 noch vor dem Weihnachtsfest losgereist sind, stand für uns im Jahr 2017 fest mit der Familie gemeinsam die Feiertage verbringen zu wollen.

Weihnachten ist für uns und die ganze Familie als Christen sehr wichtig. Deshalb wollten wir es auch nach unserer Weltreise wieder mit allen zusammen feiern. Mit allem Drum und Dran! Zudem stand der 18. Geburtstag von Katrins kleinem Bruder vor der Tür und was wäre sie für eine Schwester, wenn sie diesen nicht gebührend mit ihm feiern würde.

Wir hatten alle eine tolle Zeit mit der Familie und unseren Freunden. Wohl oder übel mussten wir uns wieder an eine dicke Winterjacke gewöhnen, denn es war kalt. Sehr kalt, wenn man seit Monaten fast ausschließlich Sonne getankt hat und in T-Shirt herumlaufen konnte. Der Gedanke aber schon bald wieder am weißen Sandstrand zu liegen und das Meeresrauschen zu genießen, ließ es nur halb so schlimm sein. Bis dahin genossen wir die Weihnachtsstimmung, backten Kekse, packten Päckchen und gingen Schlittschuhlaufen mit unserem Freund Christian. Ihr erinnert euch vielleicht an ihn? Er besuchte uns in Australien.

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Hattet ihr einen Kulturschock nach eurer Rückkehr mit der Familie?

Nein, aber es gab für uns einen eher unangenehmen Überraschungseffekt. Es ist einfach alles so geblieben, wie es vorher war. Das Einzige, was sich verändert hat, war übertrieben gesagt eine neue Shampoo-Sorte bei DM und das war’s. Ansonsten ist alles wie vorher, als hätte die Zeit stillgestanden. Wir haben so viel erlebt in den Monaten, es ist unglaublich viel passiert und wir haben Säckeweise neue Eindrücke gesammelt. Unsere Welt hat sich in der Reisezeit so unglaublich schnell gedreht und in der Heimat ist aus unserer Perspektive gefühlt rein gar nichts verändert.

Was hat sich für euch alles als Familie verändert?

Wir haben einen ganz anderen Bezug zu materiellen Dingen bekommen, denn wir haben das minimalistische Reisen für uns entdeckt. In diesem Jahr sind wir als Familie zusammengewachsen und haben gemerkt, in welchem Überfluss wir in Deutschland eigentlich gelebt haben. Wir haben gelernt mit viel weniger Dingen auszukommen, sind selbstbewusster geworden und an Herausforderungen gewachsen. Vor allem unsere Kinder. Sie sind ständig über sich selbst hinausgewachsen und haben ihre Komfortzonen fast täglich verlassen. Das war für uns großartig zu sehen.

Was habt ihr an oder aus Deutschland (am meisten) vermisst und was nicht?

Negative Menschen, die dir die Energie rauben und über banale Dinge meckern, über die es eigentlich nichts zu meckern gibt. So richtige westliche erste Welt Probleme, die haben wir überhaupt nicht vermisst. Die Menschen, die wir auf Reisen kennengelernt haben, waren einfach Dankbar für das was sie haben und sind glücklich damit.

Was wir hingegen schon vermisst haben, war ein gut sortierter Supermarkt. Mit der Zeit ist es etwas aufreibend, sich jedes Mal aufs Neue zurechtzufinden und zu erkunden, was es wo gibt. Da ist es wieder, das Meckern auf hohem Niveau. Das ist nur eine Banalität und hält uns keineswegs vom Reisen ab. Aber da wir uns die meiste Zeit selbst versorgt haben, hilft so etwas ungemein.

Außerdem haben wir erwachsene Personen vermisst. Unabhängig von Familie und Freunde, die stehen sowieso an erster Stelle. Aber andere (deutschsprachige) Personen mit denen ein intellektueller Austausch möglich ist. Dadurch, dass wir verhältnismäßig kurz in einem Land und aufgehalten haben, war es uns nicht möglich besondere Freundschaften zu knüpfen und tiefere Gespräche mit jemanden zu führen. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren alle überaus nett aber Gespräche verlaufen da doch, nicht zuletzt wegen der Sprachbarriere eher oberflächlich ab.

Was war das schlimmste, was euch auf Reisen widerfahren ist? Hattet ihr an einer irgendeiner Stelle Angst?

Nein, uns ist nichts widerfahren, wo wir sagen würden, es wäre sehr schlimm gewesen oder wo wir Angst hätten haben müssen. Wir haben uns immer sehr genau über ein Lang informiert und auch auf die Warnungen des auswärtigen Amtes geschaut. Da wir als Familie mit Kindern reisen, steht Sicherheit an oberster Stelle. Wir wurden weder ausgeraubt noch haben wir unsere Pässe verloren. Sicherlich lief nicht immer alles glatt und wir mussten manchmal Stunden nach einer Unterkunft suchen wie in Malaysia durch das Chinese New Year oder mussten in Thailand mal ins Krankenhaus. Das sind aber alles Banalitäten, die wir nicht als „Schlimm“ bezeichnen würden.

Was war das Beste in dem Jahr?

Wir stehen total auf neue Erlebnisse und Abenteuer, von daher haben wir viele „Beste Erlebnisse“ in unserem Herzen. Dazu gehören die ersten Stunden in einem neuen, unbekannten Land. Die Gerüche, die andere Luft, die vielfältigen Menschen mit ihren Trachten und Kleidungen. Wir haben dieses „Neue“ in jedem Land förmlich aufgesogen und es hat uns sehr glücklich gemacht.

Zum Ende des ersten Reisejahres natürlich, das Wiedersehen mit all unseren Liebsten. Aber auch, dass wir nach Weihnachten wieder die Freiheit hatten unseren Lebenstraum vom Reisen weiterleben zu können. 

 

 

5 Tipps für eine gelungene Weltreise mit der Familie

Viele schrecken davor zurück mit Kindern eine Weltreise zu machen, doch es ist meist einfacher als gedacht. Blockieren wir uns doch zu oft im Kopf und geben zudem noch beim ersten echten Hindernis auf. Selbst die Schulbefreiung, in den meisten Fällen die größte Hürde, ist kein absolutes K.O. Kriterium für die Weltreise. Sicherlich braucht es auch ein Quäntchen Glück und Fügung aber mit einem starken Verlangen lassen sich bekanntlich Berge versetzen.

Tipp Nr. 1

Den wohl besten Start für eine Weltreise ist wohl in Thailand!

In Thailand tummeln sich unglaublich viele Backpacker und auch Familien. Somit ist man nicht ganz allein auf sich gestellt und kann von den Erfahrungen anderer profitieren. Für Kinder ist es ebenfalls optimal, wir begannen unsere Reise im Buritara Resort und gesellten uns da in eine ganze Riege von Familien. Es finden sich unglaublich viele Familien und gleichgesinnte vor Ort, sodass die Kinder auch andere Kinder zum Spielen haben. Uns zog es immer wieder über den deutschen Winter dorthin zurück. Die Community die sich dort mittlerweile entwickelt hat, ist einzigartig und Thailand ein ideales Reiseland für Einsteiger. Auch in puncto Grundversorgung und Infrastruktur ist Thailand eines der am weitesten entwickelten Ländern in Asien. 

Tipp Nr.2

NICHT alleine Reisen!

Viele Alleinreisende sind von Heimweh geplagt und brechen ihr Reiseabenteuer früher ab als geplant. Wenn man nicht als Familie reist, kann man sich vielleicht einen guten Freund oder Freundin mit ins Boot holen. Sicherlich findet man überall auf der Welt gleichgesinnte und kann neue Freundschaften knüpfen, jedoch ist es einfacher, wenn man nicht komplett auf sich allein gestellt ist. Sei es nur darum, Wartezeit am Flughafen zu überbrücken. Die positiven und die negativen Ereignisse mit jemanden auf der Reise teilen zu können, hilft mental ungemein.

Tipp Nr. 3

In der gleichen Jahreszeit zurückkommen!

Wir haben „den Fehler“ gemacht, aus dem Sommer in Neuseeland in den nass- kalten -deutschen Winter zurückzukehren. Der Körper verarbeitet die Rückkehr um einiges besser, wenn die Temperaturen ähnlich sind. Sicherlich geht es nicht immer anders, aber wer die Möglichkeit hat, sollte seine Reiseroute dementsprechend planen. Dies hilft auch bei der Wahl der Kleidung, die im Gepäckstück mit um die Welt reist. Die warme Winterjacke frisst nur unnötig Platz und kann bei cleverer, zeitlicher Routenplanung bewusst zu Hause gelassen werden.

Tipp Nr. 4

Keine Barrieren zu den Freunden und Familien zu Hause schaffen!

Wichtig ist generell Kontakt nach Hause zu halten. In der heutigen Zeit ist ein Telefonat oder Videochat mit den Liebsten schnell von der Hand. Dabei kann es aber passieren, dass man nur von sich und seinen tollen Abenteuern erzählt und vergisst nach sich nach den Ereignissen in der Heimat zu erkundigen. So etwas kann schnell eine emotionale Distanz schaffen, die man unter Umständen deutlich bei der Rückkehr zu spüren bekommt. Es erweckt den Anschein, dass man sich nicht mehr für sein zu Hause interessiert, weil das Reiseleben viel spannender ist. 

Also bei den ganzen abenteuerlichen Berichten nicht vergessen, sondern auch mal nach dem Wetter oder Geschehnisse zu fragen und Interesse zeigen! Versetze dich in die Lage des anderen und betrachte deine Reise aus seiner Sichtweise. 

Tipp Nr. 5

Speziell für Kinder.

Kinder brennen darauf bei der Rückkehr alles selbst erzählen zu wollen. Um das zu Unterstützen und damit sie nichts vergessen, kann man im Vorfeld ein Fotobuch erstellen. Das geht mittlerweile überall auf der Welt ganz gut oder man bastelt zusammen mit den Kids eins. Falls es von irgendeiner spannenden Aktivität keine Bilder gibt, lässt man sie die Kinder einfach malen.

Damit haben sie dann etwas in der Hand zum Zeigen und gleichzeitig eine wunderschöne Gedankenstütze, damit auch nichts vergessen wird.

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