Philippinen- letzter Aufenthalt in Südostasien

Bevor wir unsere Zelte in Südostasien gänzlich zusammenpackten, wollten wir es uns beim Inselhopping auf den Philippinen noch einmal richtig gut gehen lassen. Die Philippinen sind eine riesige Inselgruppe, bestehend aus über 7000 einzelnen Inseln und fast 105 Millionen Einwohnern, den Filipinos, dabei ist es mit einer Fläche von 300000km², knapp 20%, kleiner als Deutschland.

 

Manila Hauptstadt der Philippinen

Über Kuala Lumpur/ Malaysia, ging es für uns in die philippinische Hauptstadt Manila. Manila liegt direkt in einer Bucht auf der Insel Luzon und wirkt hochmodern. Unser erster Eindruck der Stadt war: „voll geil“. Wir konnten sogar unser gebuchtes Hotelzimmer noch um eine Nacht verlängern. Da wir mitten in der Nacht ankamen, wollten nicht direkt am nächsten Morgen weiterziehen, sondern ganz entspannt ausschlafen und dann die Stadt erkunden. Manila ist wirklich sauber, zumindest auf den Straßen und öffentlichen Plätzen.

Die Gewässer in den Buchten sind leider trotzdem voll mit altem Müll, der auch immer wieder neu vom Meer angespült wird. Es gibt sehr tolle Einkaufszentren und im Vergleich zu Deutschland, sind viele Produkte und Dienstleistungen günstiger, sofern es einheimische Produkte sind. Elektroartikel und Designerkleidung, sind wie überall in Asien, in etwa genauso teuer, wie bei uns in Deutschland.

Intramuros- Auf den Spuren der Spanier

Nachdem wir prompt das Frühstück im Hotel verschlafen haben, machten wir uns also erst einmal auf den Weg etwas Essbares zu finden. Wir ließen uns in einem kleinen, einheimischen Cafe´ nieder und bestellten Pancakes. Die kleinen local stores in Asien dürft ihr euch nicht so vorstellen, wie in Deutschland. Es ist alles schlicht, meist etwas beengt. Auch die Einrichtung ist sehr einfach und nicht einheitlich, dennoch ist es genau das, was wir erleben wollen und die meisten Menschen, denen wir bisher begegnet sind, waren immer freundlich und hilfsbereit.

Wir wanderten durch die Großstadt und bummelten durch die Mall. Nach 10000 Schritten auf dem Tacho, schalteten wir einen Gang runter und nahmen uns ein Fahrrad- Tuk-Tuk um in die „Intramuros“ zu kommen. „Intramuros“ ist spanisch und ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit, es bedeutet wörtlich übersetzt: „innerhalb der Mauern“ und ist der Stadtkern von Manila. Dieser ist umgeben von hohen Mauern, die einst die Spanier errichteten. Die Altstadt ist definitiv ein Besuch wert, vor allem wenn man bedenkt, dass sie fast komplett im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Nach Kriegsende wurde sie mühselig, doch originalgetreu wiederaufgebaut. Ganz im alten, spanischen Kolonialstil.

Warnungen vom Auswärtigem Amt auf den Philippinen

Eigentlich hatten wir vor einige der schönsten Inseln der Philippinen zu bereisen, doch das Auswärtige Amt gab Warnungen heraus, sodass wir uns nun unserer Sache gar nicht mehr so sicher waren. Um nichts in der Welt würden wir unsere Kinder und uns natürlich auch mit Absicht in eine Gefahrensituation bringen, sodass wir erst einmal weiter in den sicheren Norden reisten. Seit langem kauften wir den Kindern mal wieder Turnschuhe, denn weiter nördlich, in den Bergen herrschen nur Temperaturen von 19Grad.

Doch in Baguio angekommen, wären eher Gummistiefel angebracht gewesen. Es regnete fast ununterbrochen. Trotzdem wollten wir nicht nur in unserer Unterkunft hocken. Zwar macht Akrobatik mit Mama auf dem Bett auch Spaß, aber deshalb reisen wir ja nun nicht durch die Welt. Zweitweise nieselte es nur ein wenig, das machten wir uns zu Nutze und erkundeten den nächsten Park. Dieser war wirklich schön, vor allem für die Kinder. Sie konnten Go- Cart fahren, mit Schwanenbooten auf dem See umherschippern, sich Fahrräder ausleihen, und, und, und.

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Doch noch Inselhopping auf den Philippinen?

Baguio war eigentlich sehr schön, dennoch hielten wir den vielen Regen nicht mehr aus, wir wollten weg, wir wollten wieder Sonne und uns nicht ständig auf dem Zimmer verkriechen oder in Einkaufszentren aufhalten.

Diese verleiten viel zu sehr zu einer ausgiebigen Shoppingtour und Kaufrausch. Den wollten wir uns aber bis ganz zum Schluss aufheben, um uns neu einzudecken, bevor es nach Australien geht. Denn dort wird die Kleidung um einiges teurer sein. Qualitativ unbedingt schlechter ist sie auf den Philippinen auch nicht, wenn man bedenkt, dass wahrscheinlich mindestens 50% der in Deutschland verkauften Kleidung in Asien gefertigt wurde.

Zu viel Regen in Baguio

Wir packten also kurzerhand unsere sieben Sachen wieder ein und machten uns auf den Weg zurück nach Manila. Natürlich checkten wir vorher nochmal beim Auswärtigem Amt, ob auch alles safe ist. Das war es und die sieben stündige Busfahrt konnte los gehen. Unser anschließendes Ziel war die Insel Cebu, südlich von Manila.

Dieses Mal haben wir uns ausnahmsweise mal wieder eine Unterkunft vorab gebucht und auch einen Fahrer, der uns vom Flughafen abholt, denn die Fahrt vom Airport aus dauerte nochmal 2,5h. Endlich in der neuen Unterkunft angekommen, gab es erst einmal einen kleinen Schock, denn die Räumlichkeiten waren äußerst klein. Wirklich sehr klein. Unsere Sachen füllten fast den kompletten Raum aus, die angepriesene Herdplatte fehlte und der Schrank bestand aus zwei Regalbrettern.

ABER!

Die Wohnung war komplett neu, wir waren die ersten Bewohner und für die vergleichsweise kurze Zeit, werden wir mit der Größe schon zurechtkommen. Wir wollen uns ja generell nicht viel in der Wohnung aufhalten. Die Bewachung des Wohnkomplexes gab uns zusätzlich ein sicheres Gefühl und die Kinder freute besonders der neue Spielplatz gleich nebenan.

„Una cerveza por favor“

„Ein Bier bitte“, auf Spanisch. Dieser Satz ist besonders wichtig für die Biertrinker unter euch in Spanien und auch auf den Philippinen ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass ihr damit verstanden werdet. Auf den Philippinen gibt es um die 170 verschiedene Sprachen und durch die lange Besetzung der Spanier, sprechen viele auch heute noch Spanisch (philippinisches Spanisch). Durch die spätere Besetzung der US- Amerikaner, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die englische Sprache in den Schulen gelehrt, die heute noch, neben Filipino, als Amtssprache gilt.

Christ for Asia auf den Philippinen

Katrin wurde „mal wieder“ von einer Instagram Followerin kontaktiert, als sie in ihren „Storys“ verlauten ließ, dass es für uns auf die Insel Cebu geht. Wir freuen uns immer über den Austausch der Erfahrungen mit anderen Leuten. Diese Followerin hat Katrin erzählt, dass sie ebenfalls gerade auf Cebu ist und dort mit der Organisation „Christ for Asia“ Straßenkindern hilft.

Straßenkinder, die zum Teil Kriminell geworden sind, zu Waisen geworden sind oder Kinder die misshandelt wurden. Sie alle landeten auf der Straße und gäbe es keine Organisationen, die sich für diese Kinder einsetzen, hätten sie nicht einmal eine warme Mahlzeit am Tag. Es bricht einem das Herz, unter welchen Bedingungen viel zu viele Kinder auf dieser Erde leben müssen und wir zögerten keine Sekunde um auch unsere Hilfe anzubieten. Wir blieben eine Woche und halfen alle gemeinsam z.B. bei der Verteilung von Essen oder wir beschäftigten uns einfach mit ihnen.

Bilder die für immer Bleiben von den Philippinen

Nicht nur bei uns hinterließ es für immer bleibende Eindrücke, auch bei unseren Kindern. Aber vor ab muss ich sagen, dass sie sich super integriert haben und keine Berührungsängste hatten. Sie stachen mit ihrer sehr hellen Haut und Strohblonden Haaren besonders aus der Masse heraus und waren für die Filipinos etwas ganz Besonderes. Es hat gar nicht lange gedauert, da fingen sie an mit den Straßenkindern zu spielen und Spaß zu haben.

Ich denke, wir kennen alle diesen Spruch: „Denk an die Kinder in Afrika, die haben nichts zu essen.“. So oder so ähnlich hört man ihn immer noch. Als Kind nervt einen dieser Spruch wahrscheinlich und selbst wenn der Teller leer gegessen ist, ändert es nichts. Doch es gibt sie wirklich, diese Kinder, die nichts zu Essen haben und das rückt in unserem Bewusstsein gerne in die hinterste Ecke. Wir als Erwachsene Wissen um diese Umstände und doch ist es etwas ganz anderes, es live erlebt zu haben. Umso Dankbarer sind wir, dass wir, als Familie, helfen durften. Und diese Aufgabe tat uns wirklich gut.

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