Neuseeland- here we come

Es war mittlerweile Mitte November und unser erstes Jahr der Weltreise sollte bald vorbei sein. Ein bisschen wehmütig verließen wir Australien. Denn zu Beginn unserer Planung, hätten wir uns nicht träumen lassen uns so sehr in dieses Land zu verlieben. Doch Neuseeland sollte der krönende Abschluss unseres erstes Weltreisejahres sein. So packten wir unsere Sachen, setzten uns in den Flieger und flogen von Sydney aus nach Christchurch/Neuseeland.

 

Neuseeland im Frühling

Auf der Südhalbkugel ticken die Jahreszeiten ein klein wenig anders. Im November klingt der Frühling in Neuseeland allmählig aus und der Sommer beginnt. Doch war es vor allem nachts mit seinen maximal 15°C für uns schon verdammt kalt. Nach so vielen Monaten in den Tropen möchte man sich nur ungern alte deutsche Temperaturen gewöhnen. Tagsüber ließ es sich bei fast 30°C dennoch sehr gut aushalten.

In Christchurch angekommen, mieteten wir uns wieder ein Auto. Das günstigste Modell sollte reichen. Mit unserem „neuen“ Gefährt, ging es dann raus aufs Land. Drei Tage durften wir bei Carl auf seiner Farm wohnen, der regelmäßig Backpacker aufnimmt, die im Gegenzug bei anfallenden Arbeiten helfen. Für diese hat er ein kleines Gästehaus eingerichtet, da es aber keine Toilette hat und wir mit unseren Kindern reisen, durften wir es uns im Haus seiner Mutter gemütlich machen.

Da saßen wir nun in einem fremden Haus, in einem fremden Land und wurden mit einer warmen Mahlzeit begrüßt. Sie selbst ernähren sich sehr gesund, haben gleichaltrige Kinder und viel, viel Platz. Wir haben also wiedermal den Jackpot geknackt!

Oh! ein Pinguin-Roadtrip in Neuseeland

Wir hatten den Mietwagen noch für weitere sechs Tage, wollten kein Geld für Unterkünfte ausgeben, aber noch mehr vom Land sehen. Da unser Roadtrip in Australien so gut lief, wollten wir es auch in Neuseeland wagen und die Südküste erkunden. Mit unserem Carl, Tavel Agend a.D., hatten wir den perfekten Ansprechpartner direkt vor Ort. Er arbeite mit uns eine Route aus und lieh uns ein Zelt, Decken und Matten, sodass wir unbesorgt ins Abenteuer starten konnten.

Von Christchurch aus, ging es für uns nach Westport, Queenstown, Oamaru und wieder zurück. Das Wetter war einfach traumhaft und trotz dessen wir uns noch in der Nebensaison befanden, waren unglaublich viele Backpacker und Camper unterwegs.

Einen Pfannkuchen gefälligst?

Ein beliebtes Touristenziel, an dem auch wir halt machten, waren die Pancake Rocks. Die Pancake Rocks sind eine Felsformation, die über die letzten 30 Millionen Jahre entstanden sind. Sie liegen nahe des Paparoa Nationalsparks, zwischen Greymouth und Westport. Vom Highway aus sind sie super zugänglich und es gibt unterschiedliche Aussichtsplattformen und die beste Sicht, auf diese einzigartigen Felsen zu haben. Sie sehen nämlich aus wie ein ganzer Stapel frischer Pfannkuchen, die übereinandergelegt wurden, daher der Name Pancake (Pfannkuchen).

Wir zelteten jeden Tag an einem anderen Ort. Mal auf Zeltplätzen mal aber auch „wild“ wie in der zweiten Nacht. Ich baute unser Nachtlager hinter einem Fluss auf, während Katrin und die Kinder Feuerholz für ein Lagerfeuer sammelten. Die Kinder genossen unsere vollste Aufmerksamkeit, da wir gezwungenermaßen „digital detox“ betrieben. Internetempfang war einfach rar. Doch auch wir genossen die Zeit und sollten viel, viel öfter mal die Telefone weglegen und uns Zeit zum Entschleunigen nehmen.

Unser Trinkwasser kam teilweise aus dem Fluss und auf einem der Campingplätze haben wir am Abend sogar einen kleinen Pinguin entdecken können. Das sollte aber leider auch der einzige gewesen sein. Dafür sahen wir aber süße Seerobben an der Küste.

 

 

Auf unserem Youtube Kanal bekommst du alle Eindrücke unserer Reise

Der Herr der Camper in Mittelerde

Nachdem wir wieder wohlbehalten in Christchurch angekommen sind, haben wir unseren kleinen Mietwagen gegen einen Camper eingetauscht. Dieses Mal hat es mit der Relocation- Tour geklappt, sodass wir nun auch den Norden der Insel unsicher machen konnten.

Der Camper war ausgelegt für sechs Personen. Purer Luxus für uns, auch wenn er nicht gerade „upper- class“, sondern eher einfach gehalten war! So haben wir doch die Nächte vorher alle zusammen in einem kleinen Iglu-Zelt genächtigt. Außerdem kann ich mir nun das tägliche Auf- und Abbauen sparen. Strike!

Mit unserem neuen Gefährt machten wir nun auch den Norden der Insel unsicher. Dank der Fähre, dauerte die Überfahrt lediglich 3,5h.

Filmfanatiker unter euch wissen bestimmt, dass alle Drei Teile der Herr der Ringe Trilogie unter dem Neuseeländer Peter Jackson, ausschließlich in seinem Heimatland gedreht worden sind. Die Schauplätze erstrecken sich sowohl auf der Nordinsel, als auch auf Teilen der Südinsel. Unter anderem auch in der Nähe von Christchurch. Für eingefleischte Fans werden richtige Campertouren angeboten, die die einzelnen Drehorte auf ihren Routen haben.

Es lässt sich sogar „Hobbiton“ in der Region Waikato besuchen und wer weiß, vielleicht läuft einem dort noch ein kleiner Hobbit aus dem magischen Auenland über den Weg.

Whakarewarewa in Neuseeland

Nicht das zu verwechseln mit Shakiras Hit Waka Waka zur Fußball WM 2010.

Whakarewarewa ist bekannt für zweierlei Dinge. Zum einen ist es der Name, der dort ansässigen Maorigemeinde und zum anderen der Name des Geothermalfeldes. Ein Gebiet in dem sich Geysire und jede Menge heißer Quellen finden lassen. An diesen Orten ist die Erdwärme deutlich erhöht, weshalb die Quellen zum Teil Temperaturen von mehr als 150°C aufweisen. Geothermalfelder wie hier, gibt es überall auf der Erde. Die mit bekanntesten sind wohl in Island oder im Yellowstone Nationalpark in den USA. Sie sind überall dort zu finden, wo es auch vulkanische Aktivitäten gibt.

„Te Whakarewarewatanga O Te Ope Taua A Wahiao“

ist der vollständige Name der Maori Gemeinde. Abgekürzt wird er der Einfachheit halber aber häufig als „Whaka“. Die Gemeinde der Ureinwohner Neuseelands befindet sich im Stadtgebiet von Rotura.

Seit über 200 Jahren ist es möglich den Ureinwohnern, den Maori, hier einen Besuch abzustatten und sich von ihrer beeindruckenden Kultur verzaubern zu lassen. Täglich finden Auftritte in traditionellen Gewändern, mit Tanz und Gesang, statt. Im Anschluss bringen sie den Besuchern gerne ihren Tanz bei. Jeder ist willkommen mitzumachen, auch Julien hat es probiert, wie ihr im Video bestaunen könnt.

Zum Abschluss wird jeder Gast der Maoris mit leckerem Essen verköstigt, welches in den heißen Quellen zubereitet wurde.

Wenn ihr mehr über „Das lebende Maori- Dorf“ erfahren wollt, könnt ihr hier auf ihrer Homepage vorbeischauen. Ein Besuch des Dorfes ist auf jeden Fall ein Muss, solltet ihr in der Nähe sein. Auch wenn es ein kultureller Ausflug war, hat es den Kindern dieses Mal richtig viel Spaß gemacht.

 

 Ein letztes Abenteuer- und was für eins

Fünf Tage waren wir mit dem Camper unterwegs und eines lässt sich sagen: Wir sind auf den Geschmack gekommen! Auch wenn wir anfänglich etwas traurig waren, dass wir aus Australien wieder abgereist sind, so war doch Neuseeland wunderbar und hat Lust auf mehr gemacht. Wir haben bei weitem noch nicht alle schönen Ecken des Landes erkunden können und das wollen wir zu gegebener Zeit definitiv nachholen! Und das auch sehr gerne wieder in einem Camper, mit ausreichend Platz für alle. Das Schöne am Campen ist doch die Freiheit. Heute hier, morgen Dort und zwischendrin keine lästige Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft.

Die letzten Tage unseres ersten Weltreisejahres brachen an und wie sollte es auch anders sein: Wir lernten eine Familie aus Deutschland kennen und zusammen erlebten wir noch ein nervenaufreibendes Abenteuer auf unseren letzten Zügen in Neuseeland. Und wer kann solch eine Nervenaufreibende Situation besser beschreiben als meine liebe Frau in Ihren Posts auf Instagram.

 

Ist da ein Licht am Ende des Tunnels?

Kleines Abenteuer am vorletzten Tag gefälligst???

Wir lernen eine deutsche Familie kennen, die seit 5 Jahren reisend unterwegs ist. Keine Freaks, Chemie passt.

Ein Local möchte uns allen eine Höhle zeigen und ich denke mir, warum nicht. Hab‘ schon viele Höhlen auf Weltreise gesehen. Der eine kleine Spaziergang durch ein Loch im Felsen/Berg wird schon ok sein mit 4 Erwachsenen und 5 Kindern

Plötzlich holt die Neuseeländerin für alle Merinowoll- Sachen heraus, Helme, Stirnlampen, Neoprenanzüge…Huch??? Machen wir eine Expedition oder so was? Stefan und ich gucken uns fragend an…Nach 15 min Schotterweg parken wir, ziehen uns um und starten unseren Trip.

Nach 100m in völliger Dunkelheit, kommt eine Spalte durch die wir durchmüssen. »Angst ist nur ein Produkt meiner Gedanken Katrin« Ich komme mir vor wie im Film „Die Mumie“…Die Felsen sind matschig und spiegelglatt. Keine Griffe für unerfahrene Touris an der Wand…Das Wasser steigt bis zum Knie, meine geliehen Gummistiefel sind vollgelaufen, die Kinder sind von oben bis unten voll mit Matsch- die Gefahr ist echt, aber Angst ist eine Entscheidung. Immer haben die Kids Spaß! Also sehe ich es an jetzt als Abenteuer.

Doch dann kommt die Spalte, die so breit ist wie mein Fuß. „Ihr müsst kriechen“ ruft die Neuseeländerin. Der Adrenalinspiegel steigt. Kostet etwas Überwindung sich in eine Matschgrube zu legen-Kopf oben halten- aber es gibt keinen anderen Weg. Die nächsten 50m kriechen wir wie Soldaten auf dem Fußboden. Mathilda fängt an zu weinen. ’Ohhhh bitte nicht jetzt Kindchen. Ich finde doch niemals den Weg mit dir hier heraus… das Wasser steigt. Mathilda auf dem Arm. Unterkörper im Wasser, ich will den Kopf höher halten, doch dann knallen unsere Helme gegen die Felsen…Einfach in der Kniebeuge weitergehen und nicht nachdenken, was passieren könnte, wenn ich mit Mathilda gleich ausrutsche.

Jetzt Stirnlampen aus!!!” Ruft die Neuseeländerin.

An der Felswand sind Millionen Glühwürmchen. WOW, was für ein Anblick. Dafür hat es sich schon gelohnt
Nach 45 min ”gemütlichen Spaziergangs” sehen wir Licht am Ende des Tunnels…

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