Wakeboarden in Australien: Julien's zweite Heimat

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Wakeboarden in Australien: Julien's zweite Heimat
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Wake House Australia

Jeden Morgen auf dem Weg zur Schule fahren wir am "Wake House Australia" in Andergrove vorbei und Julien's Augen fangen an zu leuchten. Auf dem Wasser fährt gerade einer der Profi's und macht auf dem Wakeboard seine Tricks, während am Wasserrand einige begeisterte Zuschauer ihn anfeuern und zu jubeln.

"Wow, das will ich auch können!"

Das Wake House gehört einem Pärchen, das gegenüber des Cable Park's wohnt. Amanda und Dan beschäftigen ein paar Servicekräfte, die für das Wohl der Gäste bzw. Zuschauer zuständig sind und außerdem noch Jacob und Josh. Die zwei sind die „Lift Operator“ und betätigen die Anlage. Sie coachen und fördern die Wakeboard-Newcomer und nebenbei trainieren sie selber täglich. Jacob gilt als einer der besten Wakeboarder Australiens und ist schon auf verschiedenen Anlagen auf der ganzen Welt gefahren.

Das Wake House hat einiges zu bieten. Als Anfänger kannst du deine ersten Male auf dem Wakeboard probieren oder dich vorerst auf dem Knieboard an das Ganze herantasten. Auch Kinder haben die Möglichkeit nach ihrem eigenen Tempo das Wakeboarden zu lernen. Vor der Eröffnung des Parks gibt es jeden Samstag und Sonntag einen "Lernvormittag". Die Anlage wird langsamer gestellt und die Trainer lassen sich Zeit auch den Kids zu zeigen wie es funktioniert. Neben dem Wakeboarding gibt es einen großen Aqua Park auf dem See, der am Wochenende für einige Stunden außerhalb der Wakeboard-Zeiten geöffnet hat.

Neben der sportlichen Aktivitäten kann man hier auch wunderbar seinen Kaffee am See genießen. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. Jeden Freitag veranstaltet das Wake House "Friday Sun.Sets". Bei der Veranstaltung wird Live Music gespielt und Lichterketten hängen auf dem Steg. Auch wir sind oft dort und genießen den Sonnenuntergang.

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Julien's neue Leidenschaft

Wir haben uns dazu entschieden Julien mal für eine Stunde mit den Kids am Samstagvormittag rein schnuppern zu lassen. Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer und deshalb probierte er erstmal das Knieboarding aus. Daraus wurde dann sein Ehrgeiz geweckt und so gut wie jeden Samstag standen wir dort auf der Matte. Wie bei jedem anderen Sport auch, läuft es mal besser und mal etwas schlechter. Aber Aufgeben war für Julien kein Thema! Einige Anfänger-Übungsstunden, eine 3-Monatskarte und zwei Wakeboards später wurde Julien in die „Wakeboard-Community“ aufgenommen und hat hier viele Freunde gefunden.

Die 5 bekanntesten Tricks & Obstacles
  • 180: Bei diesem Trick dreht man sich mit dem Board um 180 Grad. Schwierigkeit besteht darin, das Gleichgewicht zu halten.
  • 360: Bei diesem Trick dreht man sich mit dem Board um 360 Grad. Schwierigkeit besteht darin, dass man das Handle hinter dem Rücken umgreift.
  • Backroll: Bei diesem Trick springt man ohne Obstacle aus dem Wasser und dreht sich um 360 Grad, während man gleichzeitig eine Rückwärtsrolle macht.
  • Frontflip: Bei diesem Trick macht man einen Vorwärtssalto über das Obstacle.
  • Backflip: Bei diesem Trick macht man einen Rückwärtssalto über das Obstacle.

Die Obstacles sind die Hindernisse im Cable Park. Man kann auf ihnen verschiedene Tricks ausüben. Es gibt Sprung-Obstacles und Slide-Obstacles. Auf einem Kicker springt man raus und über einen Rail slidet man. In der kreativen Zusammenstellung der Obstacles werden keine Grenzen gesetzt, daher gibt es auch verschiedene Kombinationen der Hindernisse.

Interview mit Julien

Als Anfänger hat man vielleicht ein wenig Angst sich direkt auf ein Wakeboard zu stellen. Wie wird man sie los?

Julien: Einfach machen. Nicht lange drüber nachdenken, sondern sich einfach auf‘s Board stellen und fahren. Hinfallen wird man sowieso. Und dann heißt es „Aufstehen und weiter machen“. Üben, üben, üben!

Du hast ja mit dem Knieboarding angefangen, da es Anfängern geraten wird. War es tatsächlich leichter?

Julien: Nein. Ich fand es mit dem Knieboard viel schwerer. Ich denke es kommt bei jedem individuell drauf an. Wenn man schon vorher ein Gefühl für Gleichgewicht hat und die Kontrolle durch das Stehen hat, ist es auf dem Wakeboard vielleicht leichter.

Welche Tipps hast du um besser zu werden?

Julien: Auf jeden Fall wenn man ein Ziel vor Augen hat. Mein Langzeitziel war es ein neues Wakeboard zu bekommen. Papa hat mich motiviert, dass ich den Backflip stehen soll. Dann dürfe ich mir eins aussuchen. Ich war schon lange bereit dafür und das wusste er. So hat er mich gepusht! Außerdem veranstaltet das Wake House regelmäßig Veranstaltungen wie „Cash for Tricks“. Als ich schon fortgeschritten war, habe ich angefangen dort mitzumachen. Durch die ganzen Zuschauer und das Geld, welches man durch die Tricks verdient, wird man motiviert neue Dinge auszuprobieren. Selbst für den Versuch gab es eine Belohnung. Naja und jedes Mal wenn ich da bin, pushen wir uns alle gegenseitig um besser und besser zu werden!

Du hast also schon viele neue Freunde gefunden?

Julien: Ja! Dadurch das ich wirklich fast jeden Tag dort bin, kennen mich alle mittlerweile. Egal welche Altersgruppe. Wir fahren zusammen, trinken zusammen unsere Sprite und jubeln uns beim Fahren gegenseitig zu. Bailey aus meiner Klasse ist auch leidenschaftlicher Wakeboarder und zusammen haben wir einen dritten Klassenkameraden angesteckt. Auch Jacob und Josh sind wie Freunde geworden. Josh hat mir ein paar Wochen eines seiner richtig guten Boards ausgeliehen. Das macht man ja nicht einfach so!

Hast du mittlerweile das Gefühl besser geworden zu sein?

Julien: Na klar! Mit jedem Training wird‘s irgendwo besser und sicherer. Mittlerweile stehe ich den Backflip ohne Probleme.

Wie lange hast du dafür gebraucht?

Julien: Im September letzten Jahres habe ich angefangen mit den Anfänger-Stunden. Seit ungefähr zwei Wochen stehe den Backflip. Rund 5 Monate habe ich bis hierhin gebraucht.

Wie wichtig ist die Temperatur des Wassers auf dem man fährt? Lieber kalt/warm/unruhig/ruhig?

Julien: Also am besten keine Wellen, daher also ruhig. Ich bin bisher nur in Australien gefahren, da ist es immer warm. Deshalb hätte ich hier am liebsten immer kaltes Wasser. Wie es dann zum Beispiel in Deutschland aussieht, muss ich erst testen.

Hast du auf der Anlage ein Vorbild bzw. bewunderst du jemanden?

Julien: Ja ich bewundere Brighton! Der kann ziemlich vieles. Wir machen zusammen immer viel Quatsch auf der Anlage!

Ist das noch ein Trick beim Wakeboarden? Spaß zu haben?

Julien: Ja auf jeden Fall! Warum macht man das dann, wenn man kein Spaß bei der Sache hat? Dann könnte ich auch zuhause auf der Couch liegen und irgendwas anderes machen.

...Julien blüht in diesem Sport auf, wie wir ihn vorher noch nie gesehen haben. Außerdem hat er sich hier ein soziales Umfeld außerhalb der Familie geschaffen. Er kann Sport, Spaß und Freundschaft miteinander verbinden. Er möchte auf jeden Fall nach Australien weiter dran bleiben. Auf unser Europatour werden wir verschiedene Cable Park's abklappern. Darauf freut er sich zurzeit am meisten und wir sind gespannt wo sein Ehrgeiz ihn noch hinbringen wird.

Auf seinem Instagram Kanal zeigt er regelmäßig seine neu gelernten Tricks:

@julien_auf_weltreise_